Ideensammlung von und für Prädikantinnen und Prädikanten

Gerade jetzt entstehen viele kreative Ideen, wie christliche Gemeinschaft gelebt werden und sich darstellen kann.

Auch Prädikantinnen und Prädikanten und die, die sie in der Aus- und Fortbildung begleiten, machen sich Gedanken darüber. Hier einige Ideen, Gedanken, Gebete und Gedichte

Die jeweils neuesten stehen oben.

Gedanken

  • add „… bis morgen Abend“
  • add „Vielleicht gibt es schönere Zeiten …“
  • add „If it be your will“
  • add Ein Brief aus den Waldensertälern
  • add „Grüße aus dem ‚Paralleluniversum‘“
  • add „Mir tut unsere oberschwäbische Landschaft in der Seele gut“
  • add „Ich steh‘ in meines Herren Hand“
  • add „Die Bewertung darf sich ja immer mal wieder ändern …“
  • add „… den Menschen in diesen Zeiten Hoffnung geben, das gehört zu unserem Auftrag“
  • add „… alles Taten der Hoffnung“
  • add „Diesem Beben sprachlich reflektiert begegnen“
  • add „Was hilft mir bisher?“
  • add Ein Brief aus der Quarantäne in Nordzypern
  • add „… unseren Geist soll der Virus nicht beherrschen“ (nach C. S. Lewis)
  • add „Meine … persönliche diesjährige Fastenaktion“
 

Gebete und Gedichte

  • add Trost

    Hier komm

    Nimm meine Sehnsucht

    Viel mehr als das ist gerade nicht

    Von mir übrig

    Wüstentage kamen über uns

    Einsamkeit und Not

    Und ich kann die Welt nicht mehr

    In leuchtenden Farben

    Heraufbeschwören

    Doch bei Tag halten Erinnerungen

    Und bei Nacht der Stern

    Durchs Fenster

    Wo bist du wo ist dein Trost

    Frage ich

    Und du offenbarst dich

    In der Blume der Borke dem Stein

    Und ich spüre deine Blicke auf mir

    Sie waschen mir die Dunkelheit

    Aus dem Gesicht

     

    Hab‘ ich dich je zuvor

    So deutlich in den Ästen meiner Seele

    Auf und ab gehen sehen?

    Ich glaube nicht.

     

    Ich glaube.

    Cornelia Elke Schray

     

  • add „Jesu, meine Freude“ – Ein Fürbittengebet (nicht nur) fürs AltenPflegeHeim

    Im Anschluss an das Lied „Jesu meine Freude“ (EG 396)

    Eine Person:

    Lasst uns beten:
    Jesu, meine Freude.
    Wir singen es.
    Wenige sind wir,
    und mit schwacher
    Stimme singen wir.
    Wir singen es
    getrennt von Familie -
    und sind nicht allein.

     

    Alle:

    Wir bitten dich:
    Herr, erbarme dich.

     

    Eine Person:

    Jesu, meine Freude.
    Wir singen es bangen Herzens,
    in Sorge um die Kranken –
    und sie sind doch nicht allein.
    Wir singen es bangen Herzens,
    in Trauer um geliebte Menschen –
    und sind nicht allein.

     

    Alle:

    Wir bitten dich:
    Herr, erbarme dich.

     

    Eine Person:

    Jesu, meine Freude.
    Wir singen es unter deinen Schirmen.
    Wir singen es
    und bitten um Schutz und Schirm für alle,
    die pflegen, die forschen, die retten.
    Wir singen es und bitten um Frieden
    in unserem Land und in der Welt.

     

    Alle:

    Wir bitten dich:
    Herr, erbarme dich.

     

    Eine Person:

    Jesu, meine Freude.
    Allein und in dir verbunden
    singen wir.
    Wir singen und loben dich.
    Wir singen und beten mit unseren Familien und Freunden.
    Wir singen und hoffen für alle, um die wir Angst haben.
    Dir vertrauen wir uns an,
    heute, morgen und jeden neuen Tag.

    Amen.

    Agnes Dannhorn nach einer Vorlage der VELKD

  • add „Nicht diese Worte von Krieg und Sieg will ich hören“
  • add „Ich will euch trösten, wie euch eine Mutter tröstet“

    Herr, unser Gott, lieber Vater im Himmel,
    wir danken dir für deine Zusage
    „Ich will euch trösten, wie euch eine Mutter tröstet.“
    Lass uns das erfahren und spüren.
    Du weißt welchen Trost jede und jeder von uns braucht.
    Lass uns entdecken, welchen Trost du uns gibst in deinem Sohn Jesus Christus.

    Wir bitten dich
    - Für alle, die sich ungeliebt und ungetröstet fühlen
    - Für die, die hoffnungslos in die Zukunft schauen und insbesondere jetzt voller Angst der weltweiten Pandemie entgegenblicken
    - Für die, die an deiner Liebe, Gott, und an deinem Erbarmen zweifeln
    - Für alle, die krank sind – weltweit und in unserer unmittelbaren Umgebung
    - Wir bitten dich für die vielen, die sich insbesondere in China, Italien, Iran -und jeden Tag neu an anderen Orten- ausgegrenzt und verlassen von der weltweiten Gemeinschaft empfinden in ihrem Kampf um den Coronarvirus

    Erbarm dich ihrer. Schicke ihnen Menschen, die sie zutiefst trösten und, wo möglich, konkret helfen.
    Wir bitten dich um deinen Heiligen Geist für uns, damit wir erkennen, wo und wie wir mit Rat und Tat solche Menschen sein können.
    Da wo alle nur noch von Ansteckung reden lass in unserem Leben die Freude an dir durchscheinend werden und andere anstecken. Damit wir weltweit näher zusammenwachsen und deine Liebe und Hoffnung ausbreiten.
    Amen.

    Anke Husberg

  • add Gebet in der Coronakrise

    Herr, wir bringen dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
    Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
    Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
    Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
    Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
    Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind.
    Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
    Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.

    Guter Gott, wir bringen dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können.
    Berühre du Herzen mit deiner Sanftheit.
    Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.
    Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
    Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
    Dass wir sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
    Dass Du allein ewig bist.
    Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
    Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
    Wir vertrauen dir.
    Danke.

    Johannes Hartl, Gebetshaus Augsburg, den Hinweis verdanken wir Nina Amann

  • add Nichts verwirre dich

    Besonders schön finde ich einen im Mittelalter entstanden Text von Teresa von Avila:

    „Nichts verwirre dich, nichts erschrecke dich,
    alles vergeht, Gott ändert sich nicht.
    Die Geduld erreicht alles. Wer sich an Gott hält,
    dem fehlt nichts. Gott allein genügt.“

    Weitergegeben von Sylvia A. Donath

  • add „Gebt dem Gebet einen großen, weiten Raum“

    Ihr Lieben!
    Plötzlich sind wir viel zu eingeengt in unseren kleinen Räumen. Darum:

    Gebt dem Gebet einen großen, weiten Raum
    Einer wählte den Garten Gethsemane
    Dort musst du nicht hin – es ist vollbracht
    Geh in dein Lebensgärtlein
    Einer wartet auf dich
    Mir ist, als sei er der Gärtner
    Ihm klage ich meine Sehnsucht
    Nach viel mehr Frucht
    Warum bleibt sie aus?

    Er aber hält Ausschau, wohin er säen kann
    Bewässert verhärteten Grund
    Wäscht mir wie zufällig die Füße
    Ich aber will nicht ersterben
    Mich nicht ändern, nicht geduldig warten

    Mit meinem Namen liebkost er mich
    Selig sind die einwilligen:
    Nicht mein, sondern dein Wille geschehe
    Denn die Siegesmelodie gilt ihnen
    Erklingt über aller Wirrnis

    Gebt dem Gebet einen großen, weiten Raum
    Dort wartet der Eine
    Vollbringt dieses Wunder
    Dass du ihn singen und erzählen lässt
    Und er mit dir umkehrt
    Zurück in dein Lebensmoll
    Ich bin gewiss

    Erwärmende Auferstehungsstrahlen werden Früchte hervorbringen
    Dreißig- sechzig- und hundertfältig.

    Rose Reich, im März 2020

     

     

  • add Die Jahreslosung aus Markus 9 - Geschenk für ein ganzes Jahr

    Erschrocken bin ich aus welcher Stressgeschichte heraus unsere Jahreslosung schreit: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

    Zu viel auf einmal, zu laut, zu ratlos zu krank, zu verzweifelt damals.

    Erschrocken sind wir in welche Stresssituation wir heute geraten sind:

    Zu eng, zu einsam, zu fern gehalten, zu unabsehbar.

    Erschrocken schreie ich mit: Bleiben unsere Seelen unversehrt? Halten wir durch? Wie denn können wir zusammenstehen? „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

    Unerschrocken lasst uns stoßbeten, heute und morgen.

    Christus grüßt gerade die Eingeschlossenen: „Friede sei mit euch“.

    Köstliches Geschenk in deinem und meinem Stress.

    Christus du mitleidend Auferstandener tritt mitten hinein in unsere Häuser, komm zu den Kindern, Jugendlichen, Familien, Alleinstehenden, den Alten.

    Lass uns aufschauen auf dich und füreinander beten:

    „Vater unser im Himmel ….“

    Rose Reich

  • add Gebet am Morgen

     

    Ich konnte schlafen ganz ohne Angst,
    weil an meinem Bett deine Hoffnung saß.
    Ich darf lachen, frei von Sorgen,
    weil neben mir die Vögel singen.
    Ich werde arbeiten mit Herz und Händen,
    weil ich um deine Liebe weiß.
    Ich danke dir.

    Cornelia Elke Schray

     

  • add Zuspruch

    Dein Gott

    Dieser im Grunde

    Namenlose

    Boden unter den Füßen

    Licht vom unerschaffenen

    Völlig vollständigem Vertrauen

    Diese Macht und Kraft

    Die die Welt umarmt

    Und dich und mich

    Wird dir die Hände öffnen

    Dich mit Leben gürten

    Sich dir nähern in Liebe

    Du bist sein Mensch

    Cornelia Elke Schray

     

     

  • add Schabbat

    Schabbat

    aufgefordert,
    aufzuhören

    angewiesen,
    aufzuhorchen

    Schabbat

    nach innen gehen
    zur Ruhe kommen
    sich neu ausrichten

    Schabbat

    anfangen,
    umzudenken

    andenken,
    neu anzufangen

    Schabbat

    aufgefordert,
    aufzuhören

    angewiesen,
    aufzuhorchen

    Tabea Granzow-Emden

     

  • add Zuversicht

    Behüte mit deinen Gedanken dein Herz.

    Nimm deine Seele zärtlich an der Hand.

    Lass die Angst vor der Tür und feiere die Stille,

    die ein Lied der Hoffnung singt.

    Und wenn so vieles fällt, was lange stand,

    mach die Augen auf und sieh,

    das Licht vom Himmel ist noch da

    Cornelia Elke Schray

 

Ideen

  • add Ostern besonders
  • add Morgengebet mit Elementen aus der Iona-Community
  • add Bildwort 2 Psalm 23, 2-5
    (c) Claudia Haller

    (c) Claudia Haller

    Bildwort 2 Psalm 23, 2-5more_vertical
    Bildwort 2 Psalm 23, 2-5close

    „Er erquicket meine Seele.

    Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

    Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

    fürchte ich kein Unglück;

    denn du bist bei mir,

    dein Stecken und Stab trösten mich.

    Du bereitest vor mir einen Tisch

    im Angesicht meiner Feinde.

    Du salbest mein Haupt mit Öl

    Und schenkest mir voll ein.“

  • add Das Brot des Lebens
  • add Bildwort 1 Psalm 27,5
    (c) Elisabeth Weiß

    (c) Elisabeth Weiß

    Bildwort 1 Psalm 27,5more_vertical
    Bildwort 1 Psalm 27,5close

    „Er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit,

    er birgt mich im Schutz seines Zeltes

    und erhöht mich auf einen Felsen.“

    Psalm 27,5

    Bildnachweis: Elisabeth Weiß

  • add Fürs AltenPflegeheim

    „Für meine Heimbewohner, die aktuell sehr einsam sind und Besuchsverbot haben und auch nur eingeschränkt raus oder in Gruppenangebote dürfen, habe ich heute lauter Bilder von der Alb gesammelt und mit dem Handy ganz viele Frühlingsbilder von draußen gemacht.“ Mit einem Bibelwort versehen und ausgedruckt, kann sie das Pflegepersonal sie verteilen.

    Friederike Kallenbach

     

  • add Einen Kreuzweg oder Osterweg gestalten

    In der alten Tradition der Kreuzwege und Osterspaziergänge könnte man in der Gemeinde einen Stationenweg gestalten, den man allein oder zu zweit begehen kann.

    angeregt durch Sylvia A. Donath

     

     

  • add Einen Text auf Musik sprechen und aufnehmen

    „Ich habe über 1. Samuel 16, 23 … kurz gepredigt (Vorlage: Reiner Strunk: Zu den Lebens-Quellen). … Der Organist [hat] vorgeschlagen, dass er die Melodie [des Liedes „Ich singe dir mit Herz und Mund“, EG 324) leise im Hintergrund spielt, während der Text gelesen wird. Dies hat mich in der Andacht am meisten ergriffen …“.

    Bernd Philipp

     

  • add Sich als Gesprächspartner anbieten

    „Ich habe hier in Neuffen angeregt, dass einige Menschen sich als Gesprächspartner anbieten, möglichst niederschwellig, vielleicht gibt es anderwärts ähnliches; das könnte eine Anknüpfung an unseren Seelsorgetag sein, nicht an der Tür, dafür am Telefon.“

    Bärbel Hartmann

     

  • add „Der Mond ist aufgegangen“

    „Näheres dazu und eine schöne Auslegung des Liedes im Kontext der derzeitigen Situation findet sich auf der Webseite der EKD: https://www.ekd.de/aufruf-balkonsingen-der-mond-ist-aufgegangen-54077.htm

    Eberhard Proissl

  • add Die Kerze im Fenster

    „Die Bewegung mit der Kerze im Fenster um 19:30 Uhr (Empfehlung der Landeskirche) und dem Beten des Vaterunsers finde ich ein schönes Zeichen der Gemeinschaft.“

    Bärbel Hartmann

     

     

 

Gemeindeleben online

Auf der landeskirchlichen Homepage gibt es eine Sammlung zum Gemeindeleben online.

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